Private Wetterstation Schkeuditz
Schkeuditzer Wetterbilanz 2021
© Private Wetterstation Schkeuditz 2019
© Private Wetterstation Schkeuditz 2026
Der DWD hat am 30.12.2021 in seiner Pressemitteilung (www.dwd.de/presse)
deutschlandweit 2021 als das elfte zu warme Jahr (9,1°C) in Folge eingestuft.Die
Durchschnittstemperatur lag um 0,9 Grad über dem langjährigen Mittel der
Referenzperiode 1961-1990. Der Wechsel von polaren Luftmassen und
frühlingshaften Temperaturen verursachten große Temperaturgegensätze in den
ersten 4 Monaten. 2021 war nach den trockenen Vorjahren ein Jahr mit
ausgeglichenem Niederschlag (805 l/m²). Anhaltende Starkniederschläge führten
jedoch Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und NRW zu einer Flutkatastrophe mit 140
Todesopfern und erheblichen Sachschäden. Die Sonnenscheindauer (1650
Stunden) übertraf das Jahressoll (1544 Stunden) der Referenzperiode um 7
Prozent.
Sachsen zählte mit 8,6°C zu den kühleren Regionen in Deutschland. Mit 780 l/m²
wurde die langjährige Niederschlagsmenge überschritten (699l/m²). 1600 Sonnen-
stunden zeugen von reichlich Sonnenschein. Nach Schneefällen im Februar folgten der
frostreichste April seit 1929 und der viertwärmste Juni der sächsischen
Wetterhistorie. Ein verregneter August sowie ein zu trockener September und
Oktober prägen den Übergang vom Sommer zum Herbst. Die Weihnachtstage
waren überall eisig-kalt. Einsetzender Regen beendete die kurze „Eiszeit“ und
sorgte für gefährliche Eisglätte und zahlreiche Unfälle.
Auch wir stellten mit unseren Wetterdaten in 2021 die Kombination von
Temperaturanstieg und Niederschlagsüberschuss fest. Bei der Temperatur gab es
im Vergleich zur Normalperiode im Jahresmittel einen Anstieg um +1,3°C (Abb. 1).
Außer April, Mai und August zeigten alle Monate einen Temperaturanstieg, wobei
der Juni mit der höchsten positiven Abweichung von +4,6°C der wärmste
Jahresmonat war. Die klimatologischen Kenntage 2021 bestätigen den
anhaltenden Erwärmungstrend (Tab.1).
Der Jahresniederschlag (563 l/m²) wurde in Schkeuditz mit einem Plus von 51 l/m²
zum langjährigen Mittel um 10% überschritten (Abb. 2). Insgesamt gab es an 130
Tagen messbaren Niederschlag, davon 72 Tage mit >2 l/m², 24 Tage mit >5 l/m², 11
Tage mit >10 l/m² und 3 Tage mit >20 l/m². Auffallend sind die Monate Juli und
August mit einem Niederschlagsüberschuss von 155,1l/m² (+78,9%).
Bemerkenswert ist der Starkregen am 22./23.08. mit insgesamt 67.3 l/m².